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Der Fliegenpilz

Fliegenpilz (Fotograf: M.Oerlecke/2006)

Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) aus der Gattung der Wulstlinge (Amanita) ist einer der bekanntesten Pilze überhaupt. Der schöne Pilz ist dadurch gekennzeichnet, dass sein Stiel einen Ring trägt, der aus den Resten des Häutchens (Velum) besteht, das die sporentragenden Lamellen des aufwachsenden Pilzes schützte. Reste dieses Häutchens schmücken zumeist als weiße Flecken den wunderschönen kräftig- rot bis gelb- orangen Hut des Pilzes. Sowohl diese Flecken als auch der Stielring können durch Regen abgewaschen oder durch Tierfraß verloren gegangen sein.

Der Hut ist zunächst gewölbt, bei älteren Exemplaren flach ausgebreitet und am Rand gerieft, bis 18 cm breit.

Das Fleisch des Pilzes ist weiß und ziemlich weich. Direkt unter der Huthaut befindet sich eine schmale, kräftig gelb-rötlich gefärbte Schicht. Dies unterscheidet den Fliegenpilz, falls das Velum und die Flecken auf dem Hut nicht mehr vorhanden sein sollte, von anderen Pilzen, z. B. dem Kirschroten Speitäubling (Russula emetica).

Die Lamellen des Fliegenpilzes sind und bleiben weiß.

Der Stiel des Pilzes ist weiß, an der Basis knollig verdickt und trägt einen häutigen, hängenden Stielring, den Rest des Velum partiale, einem dünnen Eihäutchen, daß sich zwischen Stiel und Hutrand aufspannt, um die Sporenanlagen des jungen Pilzes zu schützen. Er wird bis zu 20 cm hoch und 2 cm dick.

Die Sporen sind weiß.

Vorkommen

Der rote Fliegenpilz tritt in Mitteleuropa von Juni bis zum Winter auf, mit einer Haupterscheinungszeit von Juli bis Oktober.
Der Pilz kommt in Nadelwäldern vor und wächst auch häufig unter Birken.

Systematik

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse: Hutpilze (Agaricomycetidae)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Dachpilzartige (Pluteaceae)
Gattung: Wulstlinge (Amanita)
Art: Fliegenpilz
Wissenschaftlicher Name: Amanita muscaria var. muscaria
Varietäten: var. muscaria var. regalis var. aureolia var. formosa
Amanita muscaria var. aureola ist häufig ohne Flocken mit häutiger Scheide. Amanita muscaria var. formosa besitzt einen orangegelben Hut und sehr wenige gelbfarbene Flocken. Beide Variationen verursachen die gleichen Vergiftungserscheinungen wie der Fliegenpilz.
Der braune Königsfliegenpilz (Amanita muscaria var. regalis) wird seit jüngstem nicht mehr als eigenständige Art, sondern auch als Varietät geführt, er ähnelt sehr stark dem Pantherpilz.

Giftwirkung

Der Fliegenpilz (Amanita muscaria var. muscaria) ist ein giftiger Pilz aus der Gattung der Wulstlinge (Amanita), zu der auch der besonders giftige Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) gehört. Der Fliegenpilz ist weniger giftig, aber nicht harmlos.

Der Pilz enthält im frischen Zustand vorwiegend Ibotensäure, die sich bei Lagerung oder beim Erhitzen durch Decarboxylierung, das ist die Abtrennung von Kohlendioxid (CO2) aus der Carboxygruppe (-COOH) der Ibotensäure, zu Muscimol umsetzt. Der Wirkstoff ist überwiegend in der kräftig gelb-rötlichen, einige Millimeter dicken Fleischschicht direkt unter der Huthaut konzentriert.

Die Wirkstoffkonzentration in den Pilzen schwankt je nach Standort- und Umweltbedingungen erheblich (bis 100-fach).

Die bisher aus dem Fliegenpilz isolierten Substanzen mit Giftwirkung sind:

  • Ibotensäure
  • Muscimol
  • Muscarin

Die im Fliegenpilz wirksamen Gifte sind zunächst die vor allem unter der Huthaut konzentrierte Ibotensäure und als Abwandlungsprodukte zum einen Muskarin, das nur in geringen Mengen vorhanden ist (0,003 % – 0,1 %) und zum anderen unter Lichteinwirkung das absolut wirkungslose Umwandlungsprodukt Muscazon, sowie der Wirkstoff Muscimol. Letzterer ruft Bewusstseinsstörungen und Halluzinationen hervor. Er entsteht v. a. bei der Decarboxylierung der Ibotensäure, also wenn der Pilz fachgerecht getrocknet wird. Es sind aber möglicherweise noch andere, bisher nicht bekannte Giftstoffe darin enthalten.

Die Fliegenpilzintoxikation macht 1–2 % sämtlicher Pilzvergiftungen aus. Die Letalität liegt bei 5 %. (zitiert nach: Roth, Frank, Kormann, 1990).

Die Konzentration der Giftstoffe schwankt sehr, so dass eine bestimmte Menge Pilzgewebe von einem Fliegenpilz vielleicht kaum Wirkungen hervorruft, die gleiche Menge vom nächsten Pilz aber schon gefährlich sein kann.

Verwandt mit dem Fliegenpilz ist der Pantherpilz, dessen Wirkstoffzusammensetzung ähnlich, aber ungleich stärker ist, weswegen er sich zu rituellen Zwecken (siehe unten) nicht eignet.

In vielen, vor allem älteren Auflagen von medizinischen Lehrbüchern findet sich unter Fliegenpilzvergiftung nur der Hinweis, Fliegenpilze enthielten Muskarin. Gibt der unerfahrene Arzt im Vertrauen auf diese unvollständigen Angaben Hyoscyamin oder ein anderes Gegenmittel gegen Muskarin, so kann es zu Todesfällen kommen. Solche Fälle sind auch tatsächlich vorgekommen und in der Literatur beschrieben. Da keine Todesfälle durch unbehandelte Vergiftungen beschrieben sind, ist das Risiko, durch eine kontraindizierte Therapie zu sterben, höher als durch den Pilz selbst. Falls es wirklich notwendig ist ein Antidot zu geben, so ist Physostigmin – das Antidot zu Hyoscyamin und Muscimol – angebracht.

Eine Fliegenpilz- Vergiftung äußert sich zunächst in Symptomen, die denen schwerer Betrunkenheit ähneln: Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen, Gefühlsausbrüche (sowohl freudige als auch Wutausbrüche*), hinzu treten jedoch auch noch Halluzinationen. Die Vergiftung mündet nach diesen Symptomen zumeist in eine tiefe Bewusstlosigkeit bzw. Tiefschlaf mit einer Dauer von ca. 10-15 Stunden, aus denen die betroffenen Personen in der Regel ohne Erinnerung an das Geschehene wieder erwachen.

*Wutausbrüche wurden nach seriösen Untersuchungen nicht bestätigt. Dennoch besteht im Stadium der höchsten Wirkung halluzinogener Inhaltsstoffe des Fliegenpilzes die Gefahr der Selbstverletzung.

Der Fliegenpilz als Nahrungsmittel

Obwohl der Fliegenpilz von den meisten Menschen für tödlich gehalten wird, wird dieser Giftpilz tatsächlich aber auch als Speisepilz gebraucht. In Teilen Japans gilt er als Spezialität – aber besonders in der Gegend in und um Hamburg war das Essen von Fliegenpilzen einmal recht verbreitet. Heute ist er dort fast wieder in Vergessenheit geraten, aber einige zumeist alte Leute kennen noch die Zubereitung dieses Pilzes. Die Stoffe im Pilz, die für Gift- und Rauschwirkung zuständig sind, befinden sich hauptsächlich in der Huthaut und sind größtenteils wasserlöslich.

Die rote Haut wird entfernt und der Pilz in kleine Stücke geschnitten. Die Stücke werden 24 Stunden in Wasser (manchmal auch Buttermilch) eingelegt. Eine andere Methode ist, die Pilze gründlich zu blanchieren. Anschließend schüttet man das Wasser weg und dünstet den Pilz mit Butter in der Pfanne.

Verwendet werden sollten nur junge Pilze; bei älteren Exemplaren wandern die Giftstoffe langsam auch in das Fleisch.

Da individuelle Unverträglichkeiten oder Vergiftungssymptome durch die Vorbehandlung nicht völlig ausgeschlossen werden können, ist von dem Genuss von Fliegenpilzen trotzdem generell abzuraten.

Der Fliegenpilz als Glückssymbol

Neben dem Hufeisen und dem vierblättrigen Kleeblatt zählt der Fliegenpilz zu den beliebtesten Glückssymbolen. Man findet ihn auf Glückwunschkarten und in bebilderten Märchenbüchern. Neben mehreren Legenden aus der Hexen- und Zauberwelt entstammt dieser Brauch der altnordischen Sagenwelt.

Namensgebung

Der im Volksgebrauch vielfach vorkommende Pilz hat entsprechend viele Namen. Die meisten Namen von Amanita muscaria sind auf seine halluzinogenen Wirkungen zurückzuführen und mit der Fliege oder der Kröte verbunden (Fliegenpilz, Mückenschwamm, Mückenpfeffer, Fliegenschwamm, Fliegenteufel, Sunneschirmche, bunte Poggenstool, Narrenschwamm, Krötenstuhl). Während in der Verbindung zu Fliegen die Vorstellung zum Ausdruck kommen mag, Geistesstörungen, Wahnsinn und Rausch seien durch Fliegen im Gehirn verursacht, bezieht sich die Verbindung zu Kröten möglicherweise auf die halluzinogenen Ausscheidungen (Bufotenine) der Krötenhaut.

Der Name wird andererseits auf seine Verwendung als Fliegenfänger zurückgeführt. Wie es heißt, schnitt man den Pilz dazu in kleine Stücke und legte sie in stark gezuckerte Milch ein; Fliegen, die davon tranken, starben nach einiger Zeit. Ist die Menge der beigefügten Pilzteile zu gering, können die Fliegen auch überleben. Sie fallen dann zwar tatsächlich um, erholen sich aber nach einiger Zeit wieder von dem Gift.

Kulturgeschichte

Zur Kulturgeschichte des Fliegenpilzes: http://www.zauberpilz.com/fliegenpilz/fpilz.html

Der Fliegenpilz als Rauschmittel

Nicht nur im Mittelalter wurde die berauschende Wirkung von Fliegenpilz- Extrakten und -Tees für psychodelische Experimente genutzt. Eine solche Anwendung erfordert neben viel Erfahrung auch viel Glück- der Gehalt der wirksamen Inhaltsstoffe schwankt je nach Witterung und Standort erheblich - von solchen Experimenten ist demzufolge dringend abzuraten! Der Genuß von 2-4 Fliegenpilzen führt bei gesunden Erwachsenen zu den beschriebenen halluzinogenen Symptomen, der Genuß von bis zu 20 Fliegenpilzen wurde überlebt.

Der Fliegenpilz wurde und wird in manchen Kulturen als Rauschmittel verwendet. Seit Jahrtausenden sammeln ihn die sibirischen Schamanen wegen seiner ekstase-auslösenden Eigenschaft. Der Fliegenpilz gilt unter den sibirischen Völkern als das materiell gewordene göttliche Fleisch, das den Konsumenten mit der spirituellen Welt verschmelzen lässt. Eine Variante bei indigenen sibirischen Völkern besteht darin, den Urin des Schamanen zu trinken, nachdem dieser Fliegenpilz konsumiert hat. Sinnvoll ist diese Praxis deshalb, weil der Wirkstoff Ibotensäure zu Muscimol abgebaut und zum größten Teil unverändert durch den Urin ausgeschieden wird. Ibotensäure ist giftiger und hat eine geringere Rauschwirkung als Muscimol. Dieser Vorgang kann drei bis vier mal wiederholt werden. Das Urintrinken gilt als weniger gefährlich als der Konsum des Pilzes selbst, da die enthaltenen Gifte wie Muscarin vom Körper erst abgebaut und dann ausgeschieden werden.

Die Germanen nannten den Pilz „Wotans Fleisch“ und benutzten ihn zu den Feiern der Julzeit (vgl. Julfest). Auch die Priester der Mayas sollen ihn benutzt haben, um zu göttlichen Visionen zu kommen. Im alten Indien trank man den Saft des Fliegenpilzes angeblich bei kultischen Handlungen. In mehr als 800 Versen der Veden wird das „Soma“ (ein Trank) gewürdigt, worunter nach einer möglichen Auslegung des amerikanischen Forschers Richard Gordon Wasson nichts anderes als eben der Fliegenpilzextrakt zu verstehen ist. Dieser Pilz würde somit in den alten indischen und chinesischen Texten zu den bedeutendsten heiligen Pflanzen gezählt; allerdings ist die Übersetzung umstritten. Denn der „Soma“-Kult verschwand im späteren Hinduismus vollständig, möglicherweise nachdem der weniger unberechenbare Wein bekannt wurde; deshalb ist nicht mehr genau festzustellen, um welche Pflanzen- oder Pilzart es sich beim „Soma“ handelte.

Oft wird behauptet, dass die Berserker vor der Schlacht sich mit Fliegenpilzen in Kampfrausch versetzt hätten. Dies ist aber falsch. Die Symptome nach dem Genuss sind schwächer als die in den Sagas beschriebenen. Schon 1929 zeigte der norwegische Toxikologe Frederik Grøn, dass hier kein Zusammenhang besteht. Der Effekt ist äußerst unsicher und kann mit bis zu sechs Stunden Verspätung eintreten, was bei einem Überfall von Feinden viel zu spät wäre. Die Berichte über die Einnahme von Fliegenpilzen zur Erreichung eines Rausches stammen aus etnografischen Berichten des 18. Jahrhunderts von sibirischen Stämmen.

Der Fliegenpilz unterliegt in Deutschland nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

Ob der Fliegenpilz bei Tieren ähnlich wirkt, ist nicht bekannt. Man hat beobachtet, dass er zu den bevorzugten Nahrungsmitteln der Rentiere zählt, auf diese aber keine besonderen Auswirkungen zu haben scheint.

Fliegenpilz - Erfahrungen mit der psychoaktiven Wirkung in Selbstversuchen

1. Material:

Die Pilze wurden im Hardtwald nördlich Karlsruhe Ende September 2001 gesammelt. Zu dieser Zeit war es nach einer längeren Regenperiode mit 25-29° C nochmals sehr warm.

Es wurden an mehreren Standorten mittelgroße bis große Pilze gesammelt. Von diesen wurden die Hüte von den weißen Velumresten befreit, geputzt und danach getrocknet. Dazu wurden die radial in Teile geschnittenen Hüte im Backofen bei niedrigster Stufe und offener Klappe solange behandelt, bis sie die Konsistenz von Kartoffelchips hatten. Aus allem Material wurde ein Durchschnitt hergestellt, um die stark schwankenden Wirkstoffkonzentrationen auszugleichen.

2. Einnahme:

In den hier beschriebenen Versuchen wurde das getrocknete Material direkt pur gegessen. Es schmeckt würzig und süßlich, anfangs nicht unangenehm, nach einiger Zeit, speziell nach längerem Lagern allerdings immer schlechter.

3. Wirkung:

Die Gesamtdauer des Rausches liegt bei 4-12 Stunden

- mit 5 g Trockenmaterial (mehrere Versuche)

nach ca. 30 min Gefühl der Entspannung mit eher heiter-euphorischem Charakter. Angenehmes Körpergefühl. Wärmeempfinden. Leichter, aber angenehmer Schwindel tritt auf. Wahrnehmung unverändert oder höchstens etwas intensiviert. Dieser Zustand geht meistens alsbald in einen Halbschlaf über, in dem es zu Gedankenfluchten und so etwas wie Wachträumen kommt. Dabei ist der Kontakt zurv Außenwelt vermindert. Die Bereitschaft sich zu bewegen ist hier sogar stark vermindert. Umgekehrt kann es auch zu Bewegungsdrang mit betonter Tanzlust kommen. Diese beiden Verlaufformen können nacheinander in verschiedener Reihenfolge auftreten. Eine apetitanregende Wirkung ist immer vorhanden - Essen kann zu einem hohen Genuß werden! Der insgesamt sehr milde, aber angenehme Rausch klingt ohne Nachwirkungen aus.
Während der nächsten 1-2 Tage kommt es manchmal im Schlaf zu sehr intensiven, in aller Regel positiv eingefärbten Träumen (Flugträume; laute, schnelle und anstrengende Träume). Nach meiner Beobachtung werden Angstgefühle stark vermindert, diese Wirkung kann sich über längere Zeit hinziehen, auch nach längerer Abstinenz.

- mit 8,5 g Trockenmaterial

die voranstehend genannten Effekte treten deutlich heftiger auf. Es kommt zu einem starken Rausch mit intensivierter optischer und akustischer Wahrnehmung. Bei geschlossenen Augen kann es schon zu vereinzelten, diffusen Vorspiegelungen kommen. Der Halbschlaf ist tiefer und die Abkoppelung von der Außenwelt weitergehend. Auch der umgekehrte Effekt, der Bewegungsdrang, ist, falls vorhanden, dann stark intesiviert. Ein Gefühl großer Energie und Euphorie kann dazu führen, daß man anfängt umherzulaufen, zu tanzen oder sich irgendwie anders zu bewegen. Dabei kann die Körperkoordination beeinträchtigt sein. Ein Gefühl von Glückseligkeit und Friedfertigkeit ist meistens vorhanden. Gedankenfluchten vielfältiger Art treten auf.
Während des nächsten Tages, nach Abklingen des eigentlichen Rausches, kann ein Gefühl von Euphorie und Energie weiter bestehen, was besonders beim Tanzen zum Tragen kommt (Party!).
Die schon genannten Träume treten bei höhere Dosierung häufiger auf.

- mit 12,5 g Trockenmaterial

alsbald starkes Schwindelgefühl, weitgehende Abkoppelung von der Außenwelt und tiefer narkotischer Schlaf. Beim zwischenzeitlichen "Erwachen" schwerer, halluzinogener Rausch. Außenwelt in drastischer Weise verändert. Alles scheint in Bewegung, von innerer Unruhe, pulsierendem Leben erfüllt. Farben und Formen sind in ständigem Wechsel. Dimensionen scheinen vertauscht. Größenverhältnisse sind auf kaum beschreibbare Weise verändert. Gefühl von Licht aus allen Richtungen. Schweres Schwindelgefühl. Farben sehr intensiv. Bewegungen nur noch mit großer Mühe möglich, ebenso klares, konzentriertes Denken. Angstzustände möglich. Gefühl von gewaltiger Energie, gleichzeitig des Ausgeliefertseins. Alsbald wieder Abgleiten in narkotische Phase.
Am nächsten Tag keinerlei unangenehme Nachwirkungen. Träume sehr heftig.

4. Fazit:

Der Fliegenpilz ist definitiv psychoaktiv. Bei meinen Versuchen kam es nur einmal zu Übelkeit, nie zu einem Kater oder sonstigen unangenehmen Nachwirkungen. In hohen Dosen ist der Pilz ein Halluzinogen, die Effekte sind anders und schwerer beschreibbar als bei psilocybinhaltigen Pilzen.

©Chrissy, 10.05.2003
www.pilzepilze.de/muscaria.html

Literatur

  • René Flammer / Egon Horak: Giftpilze – Pilzgifte. Pilzvergiftungen. Ein Nachschlagewerk für Ärzte, Apotheker, Biologen, Mykologen, Pilzexperten und Pilzsammler.
    Schwabe, Basel, 2003. ISBN 3-7965-2008-1
  • Roth, Frank, Kormann: Giftpilze, Pilzgifte - Schimmelpilze, Mykotoxine. Nikol, Hamburg, 1990. ISBN 3-933203-42-2
  • R. Gordon Wasson, Soma – Divine Mushroom of Immortality, Ethno-Mycological Studies 1, o. O.: Harcourt Brace Jovanovich, 1969
  • Wolfgang Bauer, Edzard Klapp, Alexandra Rosenbohm (Hrsg.), Der Fliegenpilz, Basel: AT-Verlag, 2000, ISBN 3855026645
  • Bernhard van Treeck, Drogen- und Suchtlexikon, Berlin: Lexikon-Imprint-Verlag, 2004, ISBN 3-89602-221-0
  • Wolfgang Schmidbauer, Jürgen Scheidt, Handbuch der Rauschdrogen, Fischer Taschenbuch Verlag 1999, ISBN 3-596-13980-5
  • Clark Heinrich, "Die Magie der Pilze", ISBN 3-424-01396-X
  • Ronald Rippchen (Hrsg.), Zauberpilze, ISBN 3-925817-55-7

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